Was ist Yoga?

In der westlichen Welt wird Yoga oftmals Asanas (Körperübungen) gleichgesetzt. Doch ist die Asana Praxis eigentlich nur ein kleiner Ausschnitt, einer umfassenden und sehr alten indischen Lehre und Philosophie, die sich aus den bekannten körperlichen Übungen, aber auch aus vielen geistigen Übungen zusammensetzt.

Neben den alten indischen Schriften zeugt eine sehr alte und bedeutsame Geschichte davon, wie Yoga seine Wirkung auf vielfältige Weise entfaltet.

Yoga ist als eine der sechs klassischen Schulen der indischen Philosophie mittlerweile in allen Teilen der Welt in verschiedenen Formen und Richtungen vertreten, meist auch mit eigener Philosophie und Übungspraxis.

Die Wurzeln der Yoga Philosophie liegen im Hinduismus und Teilen des Buddhismus. Der Mensch wird hier als Reisender gesehen, für den der Körper den Wagen des Materialismus darstellt. Die wichtigsten Yoga Quellentexte wurden von dem Gelehrten Patanjali um 300 v. Chr. verfasst, der in den „8 Stufen des Yoga“ einen Art Anleitung zur Erlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele beschreibt und damit den Weg zur Befreiung aufzeigt.

Das Wort Yoga an sich bedeutet Verbindung oder Integration in Bezug auf Körper, Geist und Seele. Alle Yogarichtungen haben im Grunde das gleiche Ziel, nämlich diese Einheit innerlich zu erfahren. Der Weg ist je nach Richtung ein anderer. So gibt es z.B. den Weg des Wissens, in dem die Einheit durch Erkenntnis erzielt wird, den Weg der Hingabe, in dem durch bedingungsloses Dienen die Einheit erzielt wird oder auch den Weg der Meditation oder des (relativ jungen) Hathas- also den Weg des Körpers.

Das heißt: Wenn man sich eher auf die Köperübungen konzentriert, spürt man die wohltuende Wirkung von Yoga schnell. Dies ist auch durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Wie Yoga wirkt

Yoga hat verschiedene positive Einflüsse auf den Körper und den Geist, die innerhalb einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt werden.

Ziel des Yoga ist es, die geistigen Prozesse zum Erliegen zu bringen, also keinen Gedanken mehr zu denken. Auf dem Weg dorthin, beginnt man zuerst, seinen Geist zu beobachten und stellt fest, dass er oft einem Affen gleicht, der von Baum zu Baum springt. So springen wir in Gedanken oftmals von Thema zu Thema, ohne es zu bemerken.

Durch Yoga lernen wir dafür zu sorgen, dass der "Affe" nicht nur auf einem Baum bleibt, sondern wir bestimmen sogar, welcher Baum das ist.

Der Yoga-Übende erfährt auf diesem Weg zunehmend mehr Entspanung und Ruhe, schläft oft tiefer und besser und kann das Auf und Ab des Alltags mit mehr Abstand betrachten.

Insofern hat Yoga oft schon ab der ersten Stunde eine tiefe Wirkung. Positive körperliche Wirkungen
  • Mehr Kraft & Flexibilität
  • Verbessertes Gleichgewicht
  • Förderung der Durchblutung
  • Aktivierung der Blut- und Lymphgefäße
  • Anregung von Entgiftungsprozessen
  • Stärkung der Rückenmuskulatur
  • Eine gute Körperhaltung
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit

Positive mentale Wirkungen

  • Beruhigung des Geistes
  • Tiefe Entspannung
  • Tiefer und ruhiger Schlaf
  • Steigerung der mentalen Kraft
  • Positive geistige Haltung
  • Innere Ausgeglichenheit
  • Gelassenheit im AlltagVerschiedene Yoga-Richtungen

Verschiedene Yoga-Richtungen

Unter Yoga versteht man das Einnehmen bestimmter Körperhaltungen, also Yoga-Asanas (Körperübungen), Pranayamas (Atemübungen) sowie Meditation. Der Unterschied der verschiedenen Richtungen besteht in der Art und Weise des Unterrichtens und der jeweiligen Ausrichtung.

In der einen Yoga-Richtung werden die Yoga-Übungen sehr dynamisch miteinander verbunden und nicht lang gehalten. In anderen Richtungen wiederum werden einzelne, lang gehaltene Yoga-Übungen unterrichtet und danach immer nachgespürt. In dem einen Yoga-Kurs wird viel geschwitzt, in dem anderen Kurs wiederum mehr entspannt.

Die Yoga-Übungen sind in jedoch in jeder Yoga-Richtung gleich.

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